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Das war’s

Liebe Leser von vtaktuell,

ich möchte euch und Ihnen mitteilen, dass ich die Betreuung meines Blogs ab sofort einstelle und die Webseite in Kürze vollständig vom Netz nehmen werde. Ich möchte mich zunächst dafür entschuldigen, dass ich diesen für die Jahresmitte als Möglichkeit in Aussicht gestellten Schritt nun deutlich vorziehe, und will in aller Kürze meine Beweggründe schildern:

1. Glücklicherweise habe ich inzwischen die sehr interessante Aufgabe, für die Immobilien Zeitung den größerformatigen Immobilienmarkt in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Redakteur zu beobachten und leider bringt das etwas mehr als zwei Stunden Pendlerzeit am Tag mit sich. Zusammen führen beide Faktoren dazu, dass ich mich nicht mehr in ausreichender Sorgfalt um die lokalen Themen kümmern kann, für die ich dieses Blog vorgesehen habe. Da ich die Dinge, die ich tue, gerne richtig tue, ist eine Fortsetzung in abgespeckter Form keine Lösung für mich.

2. Das Bezahlsystem, von dem ich das Weiterbestehen wesentlich abhängig gemacht habe, hat sich nicht wie erhofft entwickelt. Da es meiner Meinung nach guten Journalismus nicht umsonst geben kann, ist auch das ein Grund für die Einstellung dieses Angebots. Es hat durchaus eine positive Entwicklung der Bezahlungsversprechungen per Laterpay und auch der tatsächlich erfolgten Zahlungen gegeben. Allerdings gingen beide von einem sehr niedrigem Niveau mit sehr geringen Steigerungsraten aus. Ich möchte das jetzt nicht ausführlich analysieren, allerdings hätte es angesichts der Entwicklung seit der vollständigen Umstellung auf die Paywall im April 2016 wohl noch einmal drei Jahre mit gleichbleibendem Anstieg bedurft, um in etwa das Niveau zu erreichen, das ich als das Minimum des Angemessenen bestrachte. Über die Gründe mag man spekulieren. Ich gehe davon aus, dass es gleichermaßen an der verbreiteten Gratiskultur im Netz, an den technischen Unzulänglichkeiten von Laterpay und an dem mangelnden Interesse der Leserschaft bzw. meiner mangelnden Fähigkeit, dieses Interesse zu treffen, gelegen hat.

Wie geht es nun weiter? Meine Arbeit an diesem Projekt werde ich sofort einstellen, aber natürlich eventuellen Diskussionsbedarf zu dieser Entscheidung zu bedienen versuchen. In den kommenden Tagen werde ich das Webseitenpaket bei meinem Provider kündigen. Wann dieser dann die Seite vom Netz nimmt, liegt vermutlich an seinen Arbeitsabläufen. Was mit den Präsenzen auf Twitter und Facebook geschieht, weiß ich im Augenblick noch nicht. Eigentlich habe ich keine Verwendung mehr für sie, andererseits gibt es auch keinen unbedingten Zwang zur Löschung.

Es bleibt mir nun, mich herzlich bei allen Lesern zu bedanken, zuförderst bei den zahlenden und bei denjenigen, die die verschiedenen Möglichkeiten zu konstruktiver Kritik und für Diskussionen genutzt haben. Denn mein Anliegen war es immer, das Interesse am (politischen und auch wirtschaftlichen) Geschehen im eigenen lokalen Lebensumfeld zu erhalten und zu fördern.

Wer sich für das interessiert, was ich beruflich mache, ist eingeladen, die Immobilien Zeitung zu lesen oder meinem Twitter-Account vt_immo zu folgen. Und natürlich freue ich mich nach wie vor, wenn ich Menschen in der elektronischen oder realen Welt begegne, mit denen ich in meiner lokaljournalistischen Zeit zu tun hatte.

Herzliche Grüße!

Volker Thies / vt

Limburg bereitet elektronische Verkehrsregelung vor

Nachfolgend eine Pressemitteilung der Stadt Limburg:

Drei Kilometer Glaserfaserkabel werden derzeit in der Limburger Innenstadt verlegt. Dazu nutzen die beauftragten Unternehmen bereits verlegtes Leerrohr. Das Kabel verbindet die Ampelanlagen, die sich im Eigentum der Stadt befinden und werden dann an den Verkehrsleitrechner angebunden, der im Technikraum im Schiedetunnel steht. In der kommenden Woche sollen die neu verlegten Kabel miteinander verbunden werden.

Wie es im Entwurf des Luftreinhalteplans des hessischen Umweltministeriums heißt, soll der Verkehrsleitrechner Mitte dieses Jahres in Betrieb gehen. Durch eine optimierte Ampelschaltung soll die Zahl der Halte der Fahrzeuge um fünf bis zehn Prozent reduziert werden. Von einer Verflüssigung des Verkehrs erhofft sich Hessen Mobil eine deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastung.

Natürlich sind in das System nicht nur die Ampeln eingebunden, die sich im städtischen Besitz befinden, sondern auch die Ampeln, die vom Land betrieben und unterhalten werden. Die entsprechenden Leerrohre und Glasfaserkabel sind verlegt. Lediglich die Ampelanlage an der alten Lahnbrücke wird nicht mit eingebunden. Dort befindet sich noch kein Leerrohr, durch das die Glasfaserkabel verlegt werden können. Das Verlegen des Leerrohrs ist an die Sanierung der Brücke gekoppelt, die verschoben wurde und nun im kommenden Jahr stattfinden soll.

Die Kosten für die Verlegung des Glasfaserkabels für die Stadt belaufen sich auf 10.000 bis 12.000 Euro.

Messereinsatz in Disco, Einbrecher im Kindergarten

Bei Schlägerei in der Disco „Musikpark“ in Staffel war in der Nacht zum Sonntag unter anderem auch ein Messer im Einsatz. Kurz vor 2 Uhr gerieten dort mehrere Gäste in Streit. Im Rahmen der folgenden Schlägerei wurden Stühle und ein Messer als Waffen eingesetzt. Drei Männer trugen leichte Verletzungen davon, einer musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden.

Der Kindergarten in Oberzeuzheim hatte in der vergangenen Nacht ungebetenen Besuch. Um Mitternacht schlugen Einbrecher eine Fensterscheibe ein. Im Gebäude nahmen sie Bargeld mit. Als sie wieder durch das Fenster ausstiegen, entdeckte ein Nachbar sie. Er beobachtete noch, wie sie mit einem Pritschenwagen wegfuhren. Der Schaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt. Hinweise an die Polizei: 06431/91120.

Verscheucht wurden Einbrecher, die in der Nacht zum Samstag in der Breslauer Straße in Hadamar tätig waren. Kurz nach mitternacht fanden sie in einem offen stehenden, geparkten Auto die Fernbedienung für das Garagentor auf dem Grundstück. Sie öffneten es und durchsuchten erfolglos ein in der Garage stehendes Auto und die Garage selbst. Dann schlugen sie ein Fenster des Hauses ein. Das weckte die Bewohner. Als diese Licht machten, flüchteten die Einbrecher.

Auch der Kindergarten in Offheim wurde von Einbrechern heimgesucht. Am Sonntagmorgen um 4.10 Uhr schlug die Alarmanlage an und vertrieb die täter, die gerade an einem Fenster gehebelt hatten.

Der vollständige Polizeibericht Limburg-Weilburg kann hier nachgelesen werden.

Netzigkeiten: Brand, Barrieren, Bauprojekt

Wieder einmal sind drei Einträge aus Blogs und Youtube-Videos mit lokalem Bezug zusammengekommen:

Die Feuerwehr Limburg zeigt einige Bilder vom nächtlichen Brand des Holzlagers auf dem Freigelände des Herkules-Marktes in Offheim.

Frank F. König sammelt praktisch jede Woche Beispiele dazu, wie es in Limburg mit der Barrierefreiheit besser werden könnte. Ich verlinke seine Blogbeiträge hier zwar nicht jedesmal, aber der aktuelle ist es auf jeden Fall doch wert, weil er einige besonders krasse Beispiele zeigt, wie das Blindenleitsystem in der Fußgängerzone aus Unachtsamkeit oder Ignoranz sabotiert wird.

Christopher Dietz, der Vorsitzende der Limburger CDU-Stadtverordnetenfraktion hat sich in seinem Blog umfangreich mit dem Aus für ein umstrittenes Bauprojekt am Sandweg in Limburg auseinandergesetzt.

CDU Limburg will E-Autos und Radfahrer fördern

Nachfolgend eine Pressemitteilung der CDU-Stadtverordnetenfraktion Limburg:

E-Autos sollen in Limburg künftig kostenlos parken können. Mit dieser Maßnahme, die seit 2015 rechtlich möglich ist, will die Limburger CDU nicht nur eine innovative Mobilitätsform fördern, sondern insbesondere auch die Luftqualität in Limburg steigern. Dabei muss zunächst zwischen den Parkplätzen im Straßenraum und denjenigen in den städtischen Parkhäusern unterschieden werden. Um die Parkplätze im Straßenraum gebührenfrei zu machen, soll der Magistrat nach dem Willen der Christdemokraten einen Vorschlag zur Änderung der betreffenden Satzung vorlegen.

In Bezug auf die städtischen Parkhäuser wird der Eigenbetrieb Stadtlinie, dem diese gehören, gebeten, entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. „Wir möchten die Parkgebührenbefreiung zunächst auf fünf Jahre befristen, um dann evaluieren zu können, welche Wirkungen sie hatte und ob sie überhaupt noch benötigt wird“, wagt der Stadtverordnete Richard Eisenbach einen Blick in die Zukunft.

Bundes-Geld für Radwegeausbau nutzen

Mehr und bessere Radwege soll Limburg bekommen. Das fordert die CDU und verweist dafür auf das Bundesprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“. Teilnahmeberechtigt sind in diesem Jahr alle Kommunen, die ihren Antrag bis zum 15. Mai eingereicht haben. Die Förderung besteht in einem Zuschuss von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Zuschussbetrag liegt bei zwischen wenigstens 200.000 und maximal 5 Millionen Euro.

Mit den Zuschussmitteln lässt sich nach Ansicht der Limburger Christdemokraten das vorhandene Radewegenetz in und um Limburg herum weiter ausbauen und verbessern. „Ein besonderes Interesse besteht darin, mit dieser finanziellen Unterstützung auch kostenintensive Lückenschlüsse zu realisieren, so beispielsweise zwischen der Kernstadt und Offheim, oder die Richtung Staffel/Elz und entlang der Diezer Straße“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Christopher Dietz.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Situation (Luftreinhalteplan) sieht die CDU nicht nur die Chance, Radfahrern das Leben zu erleichtern, sondern auch einen Beitrag zu einer besseren Luftqualität zu leisten. Deshalb soll die Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag beim Bundesumweltministerium stellen und parallel in den zuständigen Stadtverordnetenausschüssen über mögliche erste Maßnahmen zum Ausbau des Radwegenetzes berichten.

Gerichtsgeflüster: Cura Sana, Stellwerk Aumenau, Grebe Holding, Wilhelm Schütz, Medenbach-Busse

Die Bekanntmachungen des Amtsgerichts Limburg und des Bundesanzeigers aus den vergangenen Tagen geben wieder Hinweise auf potenziell interessante Entwicklungen im Wirtschafts- und Vereinsleben der Region.

Der nun komplettierte neue Sitz des Stammwerks bei Obertiefenbach hat die Grebe-Gruppe rund 14. Mio. Euro gekostet. Bildquelle: vtaktuell

Wie Cura Sana den Umbau seiner Unternehmensstrukturen fortsetzt, welcher neue Verein sich in Aumenau gegründet hat, warum die Grebe-Gruppe mit dem chinesischen Finanzminister hadert, wie das Bauunternehmen Schütz es geschafft hat, seinen Umsatzzuwachs komplett ins Ergebnis zu überführen und warum das Busunternehmen Medienbach 2015 seinen Gewinn mehr als verdoppelt hat: Das alles steht im kostenpflichtigen Teil dieses Beitrags.

Ein Leserecht für den vollständigen Beitrag (7000 Zeichen) kann über das Bezahlsystem Laterpay für 20 Cent erworben werden. Dazu auf der Startseite des Blogs bitte auf die Überschrift klicken. Von dort geht es weiter zur Laterpay-Einbindung. Wer sich etwas mehr in das Bezahlsystem einlesen möchte, findet hier einige nähere Erläuterungen.

Hubschrauberlandplatz in Limburg genehmigt

Nachfolgend eine Pressemitteilung der Stadt Limburg:

Das Regierungspräsidium in Kassel als zuständige Behörde hat den Hubschraubersonderlandeplatz am Limburger St.-Vincenz-Krankenhaus genehmigt, darauf weist die Stadt Limburg hin. Verbunden damit ist auch die Genehmigung, Bäume in den Flugschneisen zu kürzen. Die Arbeiten, mit denen begonnen wurde, müssen bis zum Ende der 12. Kalenderwoche (25. März) abgeschlossen sein.

Das Regierungspräsidium in Kassel hat mit einem Schreiben vom 14. März 2011 das Krankenhaus darauf verwiesen, dass der Flugbetrieb zukünftig nur auf Grundlage einer Genehmigung durchgeführt werden kann. Sechs Jahre später ist diese Genehmigung nun erteilt worden. Eine Genehmigung, die an verschiedene Auflagen gebunden ist. Das betrifft nicht nur die An- und Abflugschneisen, sondern auch die Ausstattung des Landeplatzes und den Brandschutz. Nach der Genehmigung ist der Sonderflugplatz 24 Stunden rund um die Uhr nutzbar.

Hubschrauber landen und starten regelmäßig auf und von dem Sonderlandeplatz, der sich auf dem Parkdeck vor dem Krankenhaus befindet. Allerdings verfügte dieser Platz bisher nicht über eine entsprechende Genehmigung nach dem Luftverkehrsgesetz und wurde bisher über eine Ausnahmegenehmigung angeflogen, wonach Starts und Landungen außerhalb von Flugplätzen gestattet sind, wenn dies zur Hilfeleistung bei einer Gefahr für Leib und Leben einer Person erforderlich ist. Wie in der Genehmigung weiter ausgeführt wird, war die Nutzung des Platzes nur möglich, „weil die Piloten der Helikopter eigenverantwortlich die unzureichend gesicherte An- und Abflugschneise akzeptierten“.

Wie in den Genehmigungsunterlagen weiter ausgeführt wird, ist es im öffentlichen Interesse, dass der gefährdungsfreie, schnelle und sichere Transport von Schwerverletzten jederzeit möglich ist. Aktuell werde dies durch die Kronen in den An- und Abflugschneisen noch behindert. Nach den Unterlagen des Regierungspräsidiums handelt es sich dabei um 75 Bäume. Die Beseitigung dieser Hindernisse sei zwingend erforderlich, um einen gefahrlosen Flugbetrieb zu ermöglichen.

Die Beseitigung der Hindernisse kollidiere durchaus mit dem Naturschutzrecht, räumt das Regierungspräsidium Kassel in der Genehmigung ein. Doch in der Abwägung zwischen naturschutz-, artenschutz- und biotopschutzrechtlichen Verboten und Erfordernissen überwiege jedoch die Notwendigkeit, eine Notfallversorgung von Menschen in Lebensgefahr sicherzustellen.

Zunächst war vorgesehen, einen Großteil der betreffenden Bäume komplett zu entfernen. Die Stadt als Waldeigentümer hat jedoch darauf gedrungen, die Bäume lediglich zurückzuschneiden, um den Flugbetrieb für mindestens fünf Jahre zu gewährleisten. Zudem ist dem Krankenhaus empfohlen worden, innerhalb dieses Zeitraums eine Erhöhung oder Verlegung des Hubschrauberlandplatzes zu prüfen. Der begonnene Rückschnitt der Bäume wird durch eine ökologische Bauüberwachung begleitet, die täglich die Eingriffe protokolliert. Dies vor allem auch wegen des kleinen Zeitfensters, das zur Umsetzung der Arbeiten bleibt.

Die Stadt hatte sich in ihrer Stellungnahme auch dafür ausgesprochen, notwendige Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff möglichst im Stadtgebiet vorzunehmen. Ein Teil des Ausgleichs findet direkt im Bereich des Schafsbergs statt, zudem sollte im Tal Josaphat Ersatz beziehungsweise ein Ausgleich geschaffen werden. Das RP Kassel lehnt dieses Ansinnen jedoch ab und hält an der ursprünglichen Ausgleichsfläche fest. Diese befindet sich in der Nähe von Leun im Lahn-Dill-Kreis und weise, obwohl 30 Kilometer von Limburg entfernt, durchaus einen regionalen Zusammenhang mit dem Schafsberg auf.

IHK stellt sich gegen Limburger LKW-Umleitung

Nachfolgend eine Pressemitteilung der IHK Limburg:

Den aktuellen Entwurf zur 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Limburg des hessischen Umweltministeriums bewertet die IHK Limburg teils positiv, teils negativ. Vor allem die geplante LKW-Sperrung wird kritisch gesehen. Der Plan sieht als Maßnahmen unter anderem vor, dass vom 1. Oktober 2017 an streckenbezogene LKW-Durchfahrtsverbote eingeführt und wesentliche Teile des Stadtgebiets von Limburg zur Umweltzone erklärt werden.

Zunächst ist man erleichtert, dass die Pläne für eine komplette Sperrung des Schiedetunnels für LKW-Verkehr vorerst vom Tisch sind. Denn ein solches Durchfahrtsverbot hätte nach Ansicht der IHK unabsehbare negative Folgen gehabt für die Erreichbarkeit und Versorgung des Stadtgebietes und würde eine problematische Verlagerung des Verkehrs auf Nebenstrecken verursachen. Aber auch das jetzt geplante Durchfahrtsverbot für LKW, die kein Ziel oder keine Quelle in Limburg haben, und die damit verbundenen Umwege stellen einen starken Eingriff in die Transportabwicklung in der Region Limburg dar.

Gemäß dem Luftreinhalteplan soll die LKW-Sperrung zumindest einen kleinen Beitrag zur Reduktion der Stickstoffdioxidwerte an den Orten der Messstellen in der Innenstadt leisten und gleichzeitig möglichst wenig zusätzliche Belastung auf den Umgehungsvarianten verursachen. Nach Untersuchungen des hessischen Verkehrsministeriums ist bei einer Sperrung von Diezer Straße und Schiede für den LKW-Durchgangsverkehr, die südliche Umfahrungsmöglichkeit über die Zeppelinstraße in Blumenrod die bestmögliche Variante. Auf westlicher Seite sollen die Lastkraftwagen über Diez, Aul und Staffel fahren.

Die IHK sieht die Behinderung der LKW-Transporte durch die vorgesehene Sperrung angesichts der nur geringen positiven Umweltauswirkungen kritisch. Außerdem befürchtet sie, dass es auf der Umleitungsstrecke zu größeren Verkehrsbehinderungen kommt, weil die vorgesehenen Umgehungen für größere Fahrzeuge zum Teil schwer zu befahren sind bzw. neuralgische Knoten auf den Strecken bereits jetzt ausgelastet sind. Dass jetzt der LKW-Durchfahrtsverkehr zur Entlastung der Innenstadt für die Diezer Straße und Schiede gesperrt und über die Zeppelinstraße geleitet werden soll, mache nochmals deutlich, dass Limburg und auch Diez dringend eine Südumgehung Limburg benötigen – allerdings auf der beschlossenen und geplanten Bundesstraßentrasse und nicht über die Zeppelinstraße, mahnt die IHK.

Die IHK Limburg will nun den Entwurf zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Limburg genauer prüfen und die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft bewerten. Danach wird sie gegenüber dem hessischen Umweltministerium zu den verschiedenen vorgesehenen Maßnahmen Stellung nehmen.

Bereits seit längerem ist die IHK zur Problemlage in Gesprächen mit dem Ministerium, Hessen Mobil, der Stadt Limburg und betroffenen Unternehmen. Ansprechen will sie das Thema auch bei einem im Juni anstehenden Treffen mit dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Ansprechpartner in der IHK Limburg ist Alfred Jung, Tel. 06431-210 140, E-Mail: a.jung@limburg.ihk.de.

Polizei verschärft Kontrollen am Limburger Bahnhof

Nachdem sich in letzter Zeit die Frequenz der üblichen Schlägereien auf dem Limburger Bahnhofsvorplatz beträchtlich erhöht hatte und es zwischendurch zu kleinen Straßenschlechten zwischen bis zu 50 Kontrahenten afghanischer und türkischer Herkunft gekommen war, hat sich die Polizei gesondert des Platzes angenommen. Seit Ende Februar waren uniformierte Polizisten, Zivilbeamte des Polizeipräsidiums Westhessen und der hessischen Bereitschaftspolizei sowie Mitarbeite des Ordnungsamts der Stadt Limburg im Einsatz. Seitdem haben sie rund 150 Personen kontrolliert und deren Personalien erfasst.
Vor allem aber führte die schärfere Beobachtung des Areals vor dem Bahnhof zu mehreren Ermittlungserfolgen. Unter anderem trat dabei Marihuana zu Tage. Insgesamt wurden elf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt und angezeigt. Mit Hilfe der Überwachungskameras am Bahnhof wurde auch ein Fall von 2. März aufgeklärt, bei dem ein Jugendlicher einen 46-jährigen Obdachlosen zusammengeschlagen hat. Der polizeibekannte 16-Jährige trat grundlos auf den Mann ein und wurde direkt danach von den anwesenden Polizeisten festgenommen. Am gleichen Tag um 18 Uhr stellten die Beamten ebenfalls per Kameraübertragung fest, dass ein ebenfalls polizeibekannter 22-Jähriger Mann, einem anderen Mann mit der Faust ins Gesicht schlug. Noch ist in diesem Fall allerdings das Opfer nicht identifiziert. Zeugen können sich unter 06431/91400 bei der Polizei melden. Am vorgestrigen Mittwoch schlug dann ein 21-Jähriger am Bahnhof einen drei Jahre älteren Mann nieder, bedrohte ihn mit einem Messer und entriss ihm seine Umhängetasche. Die Polizei schnappte den Räuber auf der flucht und nahm ihm auch noch Marihuana ab. Die Polizei bilanziert eine positive Rückmeldung von Passanten auf die erhöhte Präsenz, die auch noch weiter anhalten wird. Zu Massenschlägereien kam es nicht mehr.

FDP fordert mehr Engagement für B8-Umgehung bei Lindenholzhausen

Nachfolgend eine Pressemitteilung der Limburger FDP-Stadtverordnetenfraktion:

Der Magistrat der Stadt Limburg soll die Hessische Landesregierung auffordern, der B 8- Umgehung Lindenholzhausen endlich Priorität einzuräumen. Einen entsprechenden Antrag hat die FDP-Fraktion für die nächste Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

„Wir hoffen, dass dieser Antrag eine breite Zustimmung findet, damit ein sehr deutliches Signal aus Limburg nach Wiesbaden gesendet wird“, erklärte die Vorsitzende der FDP-Fraktion, Marion Schardt-Sauer. Der starke Durchgangsverkehr führe zu einer extrem hohen Belastung der Menschen durch Lärm und Abgase entlang der B 8, weshalb die Umgehung bereits zum zweiten Mal als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan eingestuft worden sei. Somit könne die Hessische Straßenbauverwaltung unverzüglich und ohne Zögern im Auftrag des Bundes das Straßenbauprojekt umsetzen.

Die Belastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Umwelt durch permanenten Dauerlärm und hohe Schadstoffemissionen habe nicht nur für die Menschen in Lindenholzhausen das erträgliche Maß längst überschritten, sondern auch das Umland werde durch die zeitaufwändige und nervenaufreibende Durchquerung im Stop-und-Go-Verkehr erheblich beeinträchtigt.

Insbesondere für Kinder und für Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt seien, aber auch für alle anderen Fußgänger, stelle die hochbelastete Durchgangsstraße zudem eine ständige Gefahrenquelle dar.

All dies Umstände erklärten, weshalb bei der B 8- Umgehung etwas eingetreten sei, was es bei einem Straßenbauprojekt heute nur noch höchst selten gebe: es ist vor Ort völlig unumstritten – bis hin zur Trassenführung. Das sei in Wahlkämpfen, in den örtlichen Gremien, bei Ortsterminen und in Gesprächen mit Bürgerinitiativen immer wieder deutlich geworden. Gleichzeitig seien die Bundesmittel vorhanden. „Um so unverständlicher ist es, dass immer noch nicht absehbar ist, ob und wann es endlich mit der Baumaßnahme losgeht“, so die FDP-Kommunalpolitikerin.

Grund hierfür sei offensichtlich die neuartige und höchst fragwürde Besonderheit des Hessischen Verkehrsministeriums, die unter einem grünen Minister die hessischen Projekte, die der Bund bereits im vordringlichen Bedarf sieht und entsprechende Mittel zur Verfügung stellt, nochmals landesintern priorisiert. Ein solches Verhalten im Rahmen der Auftragsverwaltung sei vollkommen indiskutabel und unverantwortlich gegenüber den Menschen, die schon so lange auf die versprochene Entlastung warteten.

„Deshalb muss jetzt partei- und fraktionsübergreifend ein sehr deutliches Signal aus Limburg gesendet werden, dass es den Menschen nicht länger zugemutet werden kann, weiter vertröstet zu werden. Aus Wiesbaden muss endlich der Startschuss für den Bau der B 8- Umgehung Lindenholzhausen kommen“, so Schardt-Sauer.