Nächtliche Großfahndung: Bulgarische Diebesbande geschnappt

Einem großen Aufgebot von Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Hessen sowie der Bundespolizei ist es in der vergangenen Nacht gelungen, eine bulgarische Kabeldiebe-Bande zu schnappen. Kurz nach Mitternacht ging bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt der Hinweis ein, dass zwischen den Bahnhöfen Wilsenroth und Niederzeuzheim vermutlich Kabeldiebe am Werk seien. Nachdem die Straßen in der Umgebung überwacht wurden, entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers mit Hilfe einer Wärmebildkamera bei Niederzeuzheim eine Gruppe von sechs Personen, die sich offensichtlich im Wald versteckten. Kurz nach 2 Uhr stellten Beamte in dem Waldstück die Gesuchten. Die sechs Bulgaren im Alter von 23 bis 56 Jahren hatten typisches Tatwerkzeug für Metalldiebe dabei. es stellte sich heraus, dass an der Bahnstrecke rund 350 Metern eines Kommunikationskabels durchtrennt und neben den Gleisen zum Abtransport bereitgelegt war. Außerdem fand die Polizei zwei größere Kabeltrommeln, die vermutlich ebenfalls abtransportiert werden sollten. Die beiden mutmaßlichen Autos der Diebe wurden ebenfalls sichergestellt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf 35.000 Euro.

Mehrere tausend Euro hat gestern ein Trickbetrüger von einer älteren Dame in Hadamar erbeutet. Sie wurde in ihrer Heimatsprache Russisch angerufen. Der Fremde berichtete von einem Unfall ihres Enkelsohnes, bei dem ein achtjähriges Mädchen verletzt worden sei. Zur Regelung aller damit verbundenen Schwierigkeiten verlangte der vorgebliche Anwalt 25.000 Euro von der völlig überrumpelten Frau. Sie war so betroffen, dass sie die Angaben zunächst glaubte und ihre in der Wohnung vorhandene Barschaft auch zahlen wollte, um ihrem Enkel zu helfen. Sie hatte mehrere tausend Euro zuhause, die schon kurz darauf ein Mann an der Haustüre abholte. Der Fremde sprach kein Wort, nahm das Bargeld in 500-Euro-Scheinen und verschwand. Erst danach wurde der Frau klar, dass sie es mit Betrügern zu tun hatte. Allerdings verständigte sie die Polizei zu spät, denn außer einer Telefonnummer, die offensichtlich nach Litauen gehört, und einer vagen Personenbeschreibung gibt es keine Fahndungsansätze. Der Geldabholer wird beschrieben als junger Mann, etwa 20 bis 25 Jahre alt, vielleicht 170 cm groß und sehr schmal bis hager. Er hatte schwarze Haare und trug eine graue Fleecejacke sowie eine dunkle Jeansjacke. Am Mittwochnachmittag hatte es zwei weitere Anrufe dieser Art in Niederzeuzheim gegeben, doch die auf Russisch angesprochenen Frauen hatten sich nicht auf eine beabsichtigte Geldübergabe eingelassen.

Vollständig kann der heutige Polizeibericht Limburg-Weilburg hier nachgelesen werden.

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Eine Antwort auf Nächtliche Großfahndung: Bulgarische Diebesbande geschnappt

  1. Zygmunt sagt:

    Bulgarische Diebe haben schon mehrmals Cu-Kabel in Schlesien geklaut
    und zwar direkt von Bahn, also nichts neues. Kein Urlaub in Bulgarien
    dort bist du sofort Geldlos an die Strasse

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