Nachdem die Piratenpartei sich auch im Landkreis Liburg-Weilburg formiert hat, will sie nun mit einer vortragsreihe die Debatte über Themen anregen, mit denen sie sich besonders auseinandersetzt. Jeweils dienstags um 20 Uhr sollen im Scheunencafé, Feldstraße 1, im Hadamarer Stadtteil Faulbach folgende Dinge besprochen werden:
22. Mai: Bedingungsloses Grundeinkommen, Referent: Ralph Boes, Philosoph, Autor und Vorstandsmitglied der “Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V.” in Berlin.
12. Juni: Internetkriminalität, Referentin: Gaby Goebel-Andreas, Kriminalhauptkommissarin im hessischen Landeskriminalamt
26. Juni: Postwachstumsgesellschaft, Referent: Christoph Gran, promoviert zu den Konsequenzen einer Wirtschaft ohne Wachstum für die gesamtgesellschaftliche Wohlfahrt bei Prof. Niko Paech (Uni Oldenburg) und Prof. Hans Diefenbacher (Uni Heidelberg)
21. August: Gemeinwohl-Ökonomie, Referent: Jörg Wittig, Diplomkaufmann, jahrelang in der Industrie und zuletzt als Personalleiter tätig; jetzt ist er als Personalberater selbständig
4. September: Transition Town Initiative Westerwald, Referenten: Regina Karrenbauer, Diplom-Sozialpädagogin und Heilpraktikerin, Thomas Lutz, Oberstudienrat an der Berufsbildenden Schule Westerburg.
18. September: Patientenverfügung. Dr. Paul Peter Baum, seit 1978 Arzt, seit 1981 Zahnarzt
Die Themenabende stehen jeweils bei freiem Eintritt für alle interessierten Besucher offen. Nach den Vorträgen besteht reichlich Gelegenheit für Diskussionen. Details zur Vortragsreihe können auf der Webseite der Piraten Limburg-Weilburg nachgelesen werden.
Dieser Blogbeitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Piratenpartei Limburg-Weilburg.
Inhalte sind schön und gut, aber was, wenn bereits im “Vorfeld” nach Koalitionsmöglichkeiten geschielt wird, die jede zuvor gemachte Wahlaussage zur Dekorationsempfehlung mutieren lassen? Was übrig bleibt, ist eine Einheitspartei mit leicht linkem oder leicht rechtem Anstrich oder eine Mischung vom beidem.
Das kann ich jetzt bei den Limburg-Weilburger Piraten nicht erkennen, zumal derzeit ja keine Parlamentswahl ansteht.
Insgesamt wird die Piratenpartei sich sicher noch stark verändern, vielleicht sogar schnell wieder verschwinden. Sollte das nicht der Fall sein, wird sie früher oder später nicht um Koalitionen und Regierungsbeteiligungen herumkommen. Zumindest aber wird es eine intensive Debatte über diese Möglichkeiten geben. Grundsätzlich ist das ja auch nicht verwerflich.