Das seit Jahrzehnten geplante Hadamarer Glasmuseum ist wieder ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Nachdem Anfang des Jahres zumindest ein provisorischer Betrieb möglich erschien, hat das Kultusministerium bereits vor gut einem Monat ein Stoppsignal gegeben. Nun kommt aus der gleichen Wiesbadener Behörde ein grundsätzlicher Einwand, bei dem es vor allem ums Geld geht. Laut Bürgermeister Michael Ruoff hat das Ministerium Mietzins und Nebenkosten neu auf 93.000 Euro und damit rund 20.000 Euro höher als bislang angenommen berechnet. Zwar handelt es sich dabei um einen internen Buchungsposten zwischen verschiedenen Dienststellen der hessischen Landesverwaltung, aber das Kultusministerium sieht jetzt grundlegenden Beratungsbedarf mit den Finanz-Kollegen. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen sind unklar. Sicher scheint aber, dass der mühsam ausgehandelte Vertrag für einen Museums-Trägerverein noch einmal neu aufgerollt werden muss. Da die ersten Verhandlungen bereits schwierig waren, scheint fraglich, ob eine Einigung noch einmal gelingen kann.
Eine ausführliche Berichterstattung zum Thema mit einer Einschätzung des Hadamarer Bürgermeisters gibt es morgen in der NNP. Das Glasmuseum wird auch Thema der Stadtverordnetenversammlung morgen ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Niederzeuzheim sein.