Hubert Wagenbach ist Hadamarer Ehrenbürger

Hubert Wagenbach mit seiner Familie im Kreis der Hadamarer Freien Wähler. Bildquelle: vtaktuell

Die Ehrenbürgerwürde ist eine Auszeichnung, die die Stadt Hadamar nur sehr selten vergibt. Im Rahmen der jüngsten Stadtverordnetensitzung war es aber so weit: einstimmig beschloss das Gremium, Dr. Hubert Wagenbach auf diese Weise zu ehren. Stadtverordnetenvorsteher Michael Lassmann räumte ein, dass wohl jede Aufzählung von Wagenbachs Verdiensten um das Gemeinwesen lückenhaft bleiben müsse. Und so hob er vor allem die politischen Verdienste hervor. Als Mitbegründer der Hadamarer Freien Wähler habe der gebürtige Oberzeuzheimer die politische Landschaft der Stadt nachhaltig geprägt. Von 1985 bis 2011 gehörte er dem Magistrat an, davon vier Jahre als Erster Stadtrat. Im Pfarrgemeinde- und Pfarrverwaltungsrat, seit 1975 als ehrenamtlicher Pfleger der Hoheholzkapelle, in Elternbeiräten der Grundschule der Kernstadt und der Fürst-Johann-Ludwig-Schule sowie in der Elternvertretung auf Kreisebene, in ehrenamtlichen Funktionen rund um die Landwirtschaft und in seinem Beruf als Leiter der landwirtschaftlichen Berufsschule in Limburg: Überall habe Wagenbach unermüdlich gearbeitet und mit seiner besonderen Stärken viel bewegt. „Fleiß, Ausdauer und Geradlinigkeit“, umschrieb Lassmann diese Charakterzüge und ergänzte: „Politisches Geplänkel war ihm immer fremd.“

Bürgermeister Michael Ruoff ergänzte aus seiner eigenen Zeit als Stadtrat, wie es war, mit Hubert Wagenbach zusammenzuarbeiten: „Er hat uns immer zu größter Sorgfalt angehalten.“ Immer wieder habe Wagenbach mit seinem bekannten Ausruf „Ich warne…“ auf Übereifer oder zu geringe Genauigkeit beim Durchdenken von politischen Entscheidungen reagiert. „Und oft hat sich diese Warnung als geradezu prophetisch erwiesen“, sagte Ruoff. Wagenbach selbst, der bereits als Ehrenstadtrat und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet ist, gab die lobenden Worte an seine Ehefrau Marianne weiter. Schließlich habe er ohne ihre Unterstützung nie so weitreichend wirken können. „Und dabei war und ist sie selbst an mehreren Stellen ehrenamtlich eingebunden“, betonte Wagenbach.

Eine weitere Ehrung verlieh Bürgermeister Ruoff an Winfried Martin: Der langjährige Chef der Feuerwehr Oberweyer wurde zum Ehrenwehrführer ernannt. Als Vertreter einer Familie, die das Feuerwehrwesen im Ort seit vielen Jahrzehnten stützt, habe er keineswegs einfach nur eine Dynastie weitergeführt, sondern persönlich wichtige Impulse gesetzt. So habe er seine beruflichen Fähigkeiten als Baufachmann beim Bau des Feuerwehrhauses eingesetzt und damit auch erhebliche Kosten gespart. „Aber es ist ihm auch gelungen, in Ober- und Niederweyer eine schlagkräftige Einsatzabteilung zu erhalten, was anderen Orten dieser Größe zunehmend schwerfällt“, sagte Ruoff.

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