Hubschrauberlandplatz in Limburg genehmigt

Nachfolgend eine Pressemitteilung der Stadt Limburg:

Das Regierungspräsidium in Kassel als zuständige Behörde hat den Hubschraubersonderlandeplatz am Limburger St.-Vincenz-Krankenhaus genehmigt, darauf weist die Stadt Limburg hin. Verbunden damit ist auch die Genehmigung, Bäume in den Flugschneisen zu kürzen. Die Arbeiten, mit denen begonnen wurde, müssen bis zum Ende der 12. Kalenderwoche (25. März) abgeschlossen sein.

Das Regierungspräsidium in Kassel hat mit einem Schreiben vom 14. März 2011 das Krankenhaus darauf verwiesen, dass der Flugbetrieb zukünftig nur auf Grundlage einer Genehmigung durchgeführt werden kann. Sechs Jahre später ist diese Genehmigung nun erteilt worden. Eine Genehmigung, die an verschiedene Auflagen gebunden ist. Das betrifft nicht nur die An- und Abflugschneisen, sondern auch die Ausstattung des Landeplatzes und den Brandschutz. Nach der Genehmigung ist der Sonderflugplatz 24 Stunden rund um die Uhr nutzbar.

Hubschrauber landen und starten regelmäßig auf und von dem Sonderlandeplatz, der sich auf dem Parkdeck vor dem Krankenhaus befindet. Allerdings verfügte dieser Platz bisher nicht über eine entsprechende Genehmigung nach dem Luftverkehrsgesetz und wurde bisher über eine Ausnahmegenehmigung angeflogen, wonach Starts und Landungen außerhalb von Flugplätzen gestattet sind, wenn dies zur Hilfeleistung bei einer Gefahr für Leib und Leben einer Person erforderlich ist. Wie in der Genehmigung weiter ausgeführt wird, war die Nutzung des Platzes nur möglich, „weil die Piloten der Helikopter eigenverantwortlich die unzureichend gesicherte An- und Abflugschneise akzeptierten“.

Wie in den Genehmigungsunterlagen weiter ausgeführt wird, ist es im öffentlichen Interesse, dass der gefährdungsfreie, schnelle und sichere Transport von Schwerverletzten jederzeit möglich ist. Aktuell werde dies durch die Kronen in den An- und Abflugschneisen noch behindert. Nach den Unterlagen des Regierungspräsidiums handelt es sich dabei um 75 Bäume. Die Beseitigung dieser Hindernisse sei zwingend erforderlich, um einen gefahrlosen Flugbetrieb zu ermöglichen.

Die Beseitigung der Hindernisse kollidiere durchaus mit dem Naturschutzrecht, räumt das Regierungspräsidium Kassel in der Genehmigung ein. Doch in der Abwägung zwischen naturschutz-, artenschutz- und biotopschutzrechtlichen Verboten und Erfordernissen überwiege jedoch die Notwendigkeit, eine Notfallversorgung von Menschen in Lebensgefahr sicherzustellen.

Zunächst war vorgesehen, einen Großteil der betreffenden Bäume komplett zu entfernen. Die Stadt als Waldeigentümer hat jedoch darauf gedrungen, die Bäume lediglich zurückzuschneiden, um den Flugbetrieb für mindestens fünf Jahre zu gewährleisten. Zudem ist dem Krankenhaus empfohlen worden, innerhalb dieses Zeitraums eine Erhöhung oder Verlegung des Hubschrauberlandplatzes zu prüfen. Der begonnene Rückschnitt der Bäume wird durch eine ökologische Bauüberwachung begleitet, die täglich die Eingriffe protokolliert. Dies vor allem auch wegen des kleinen Zeitfensters, das zur Umsetzung der Arbeiten bleibt.

Die Stadt hatte sich in ihrer Stellungnahme auch dafür ausgesprochen, notwendige Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff möglichst im Stadtgebiet vorzunehmen. Ein Teil des Ausgleichs findet direkt im Bereich des Schafsbergs statt, zudem sollte im Tal Josaphat Ersatz beziehungsweise ein Ausgleich geschaffen werden. Das RP Kassel lehnt dieses Ansinnen jedoch ab und hält an der ursprünglichen Ausgleichsfläche fest. Diese befindet sich in der Nähe von Leun im Lahn-Dill-Kreis und weise, obwohl 30 Kilometer von Limburg entfernt, durchaus einen regionalen Zusammenhang mit dem Schafsberg auf.

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